Hochgefühle – Der Calmont-Klettersteig an der Mosel

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Eigentlich ging es mir darum, meine mühsam erwanderte Kondition für Höhenmeter beizubehalten. Doch der Calmont-Klettersteig ist ein ganz besonderes Erlebnis, das ich mit Birgit Holczer teilen konnte. Von Susanne Böhling Auch wenn wir in Bremm übernachten werden, wollen wir den Weg über … Weiterlesen

4. Tag: Rast auf der Alpe Latschätz

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Am Mittwoch fahren wir über Tschaggunz hinaus zur Latschau. Dort am Speichersee des Lünerseewerks der Illwerke befindet sich auch die Liftstation der Golmerbahn. Von Susanne Böhling Die Golmerbahn – Hochleistungslift über Tschaggunz Von hier aus werden wir für 12,40 Euro … Weiterlesen

2. Tag: Gargellen und kulturelle Betrachtungen

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Dass am Montag schlechtes Wetter sein sollte, hatte man vorhergesagt. Von Susanne Böhling Aber das merkten wir nach dem Aufstehen erst mal noch nicht. Bei strahlendem Sonnenschein gingen wir zum Bäcker und bemerkten schnell kulturelle Besonderheiten der Österreicher: Frisches Gras von … Weiterlesen

Segeln mit Thomas Rahn – Der blaue Marlin

Beim Segeln angeln

Unterwegs hat Daniel die Idee, die Angel hinters Boot zu hängen. „Ich habe es schon so oft versucht“, sagt der junge Mann, der seit vielen Jahren mit Thomas Rahn segelt, „und nie Glück gehabt. Ich versuche es noch einmal.“ An der starken Kunststoff-Schnur hängt eine Tintenfisch-Attrappe als Köder. Niemand beachtet die Angel. Ruhig, aber mit guter Geschwindigkeit nimmt die Asterias ihren Kurs und ich ziehe mich für eine Siesta in meine Kabine unter Deck zurück. Plötzlich bemerke ich, wie beigedreht wird. Die Stimmung an Deck ist aufgeregt und ich eile hinzu. Ein Fisch hängt an der Angel und Markus hat es schon geschafft, ihn bis nahe ans Boot zu ziehen. Immer wieder taucht eine Dreiecks-Flosse aus dem Wasser, die an einen Hai erinnert, ein langer schlanker Fisch mit einem langen, schnabelförmigen Maul kämpft gegen den Haken in seinem Unterkiefer. Seine Haut schimmert in Blau, Grau und Violett, ein wunderschönes Wesen.

Der Blaue Marlin schimmert silber und violett

Der Blaue Marlin windet sich im Wasser – unten im Bild gelb der Köder © Susanne Böhling

Ein unerwarteter Fang – der blaue Marlin

Es ist nicht einfach, den Fisch an Bord zu holen, wo er von Thomas fachgerecht ins Jenseits befördert wird. Ein großer Schwall Blut läuft an der Steuerbordwand hinunter, während die türkische Küstenwache an Backbord vorbei fährt.

Ein Boot der türkischen Küstenwache

Die türkischen Küstenwache fährt backbords an uns vorbei während steuerbords das Blut des Fisches an der Bordwand entlang läuft © Susanne Böhling

Daniel bedeckt den Fisch mit Küchentüchern, die er immer wieder nässt und das Tier auf diese Weise kühlt. „Ich bin schon lange auf den griechischen Inseln unterwegs“, kommentiert Thomas den Fang, „aber einen Fisch dieser Sorte und Größe habe ich noch nie gesehen.“ Mit Hilfe des Internets identifizieren wir ihn als blauen Marlin, einer Schwertfischart aus der Familie der Speerfische, die eigentlich im Atlantik und im indischen Ozean beheimatet sind.

Aus dem Fisch wird eine Delikatesse

In Kalymnos bringen wir ihn in Popis Taverne.

Sie ist eine Freundin des Skippers, eine freundliche junge Frau, mit viel Energie und einem großen Herzen. Dort zerlegt Daniel, der im wirklichen Leben Koch ist, ihn fachgerecht.

Hier werden ihn die Köchinnen Abends für uns auf den Grill legen. Auch sie haben so einen Fisch noch nicht gesehen. Markus sucht für uns ein Filet aus der oberen Hälfte und eines aus der unteren Hälfte, die tatsächlich unterschiedliche Konsistenz und unterschiedlichen Geschmack aufweisen.

Er hat geschmeckt, der blaue Marlin

Viel blieb nicht übrig vom blauen Marlin © Susanne Böhling

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Segeln mit Thomas Rahn: Panormitis – Halki

Die Klosteranlage Panormitis auf Symi

Am zweiten Tag geht es nach Panormitis auf Symi. Der Hafen wird dominiert von einer Klosteranlage. Tagsüber besuchen angeblich Ausflugsboote die Bucht, als wir hier ankern ist es ruhig und idyllisch. Thomas Rahn fährt uns mit dem Dingi an Land und erleben bei Bier und Retsina, wie Portugal Fußball-Europameister wird. Am anderen Tag bekomme ich Gelegenheit die Klosterkirche anzusehen. Auch wenn ich mich nicht eingelesen habe, erkenne ich an den ikonographischen Malereien, dass sie dem Erzengel Michael geweiht ist. Dem Fürsten des Lichts, der das Tor des Paradies hütet und Adam und Eva daraus vertreibt – nachdem sie vom Baum der Erkenntnis gegessen haben.

Kloster Panormitis, entdeckt beim Segeln mit Thomas Rahn

Der Turm der Klosterkirche beherrscht die Bucht von Panormitis auf Symi © Susanne Böhling

 

Bilder vom Erzengel Michael

Votivbilder des Erzengel Michael auf Symi

Thomas Rahn segelt mit uns nach Halki

Am dritten Tag geht es nach Halki, im West- Süd-West von Rhodos gelegen. Von Steg aus springen wir wieder ins Meer, Susanna mit einem Delphin-Kopfsprung, der rückwärts gemacht wird und bei ihr wunderbar anmutig aussieht. Auffällig, dass die Häuser nicht wie sonst in der Ägäis weiß getüncht sind. Sie sind farbig und auch anders gebaut. Susanna erklärt das mit eine italienischen Epoche der Insel. Sie hat hier schon einmal ein paar Tage Urlaub gemacht und entsprechendes herausgefunden.

Sonne pur beim Segeln mit Thomas Rahn

Wir segeln von Symi nach Halki © Susanne Böhling

Fisch und Suma in Valantis Restaurant

Abends essen wir in Valantis Restaurant, in dem Themelia die Fische serviert, die ihr Mann Valantis grillt. Ich nehme Red Sniper, der mir ausgezeichnet schmeckt. Später, als die übrigen Gäste sich verabschiedet haben und es ruhiger wird, setzen sie sich zu ihrem Freund Thomas Rahn in die Runde. Wir trinken Suma, eine Art Trester, hier von besonderer Qualität. Den halben Liter, den sie mir in einer Wasserflasche abgefüllt schenken, hüte ich wie meinen Augapfel.

Die Sonnenbrille fehlt

Am nächsten Morgen verlassen uns Susanna und Julia, eine weitere Mitseglerin aus Wien. Sie nehmen die Fähre nach Rhodos, wo Susanna den Flieger nach Deutschland nehmen will und Julia ihre Familie erwartet.

Ich bemerke, dass ich es zwar geschafft habe, an den Suma zu denken, aber meine Sonnenbrille vergessen habe. Doch das Restaurant ist noch nicht auf und so muss ich ohne Sonnenbrille Richtung Kalymnos segeln.

Segeln mit Thomas Rahn: Rhodos – Buzokkale

Mit Thomas Rahn zu segeln ist ein besonderes Erlebnis. Der Hamburger mit dem bayrischen Klang in der Stimme hat sich dem Meer und dem Wind verschrieben und beschert auch Landratten auf seiner Yacht Asterias unvergessliche Erlebnisse. Ich war eine Woche lang dabei zwischen den griechischen Inseln rund um Rhodos. Jeden Tag bin ich im Meer geschwommen, habe lecker gegessen, neue Plätze und herzliche Menschen kennengelernt.

Von Susanne Böhling

Lange hält es Thomas Rahn nicht auf Rhodos. Zuviel Krach, zuviel Menschen, zuviel Auspuffgase. Nur noch schnell die Vorräte auffüllen und dann legen wir auch schon ab, Kurs Nord, Richtung türkische Küste. Nach 10 Seemeilen fahren wir in die tiefe Bucht von Buzokkale, vorbei an den imposanten Resten einer alten Burg – “buzokkale” heißt „kaputte Burg“.

Thomas Rahn kennt schöne Buchten

Von hier aus starteten die Türken die Belagerung von Rhodos. Heute ist hier alles friedlich. Die drei Tavernen sind nur mit dem Boot zu erreichen, es gibt keine Straße hierhin. Die Stromversorgung erfolgt über Solar.

Buzokkale_3 Buzokkale_1

Am Steg vor dem Bozokalle Sailors House liegen nur zwei weitere Schiffe. Ein dunkel gebräunter Mann mit leuchtend blauen Augen hilft uns beim Anlegen, er verkauft Kelims und anderes Kunsthandwerk und beklagt den Rückgang der Besucherzahlen. Auch Susanna, die Thomas schon öfter in diese Bucht begleitet hat, weiß, dass hier in guten Zeiten 10 Boote über Nacht anlegten. In dem rustikal wirkenden Restaurant haben wir die weitläufige Terrasse für uns und werden wir mit leckeren Vorspeisen, Fisch und feinen Octopussies bewirtet. Ein angenehmes Lüftchen macht die Hitze erträglich. Nachts entfaltet sich ein grandioser Sternenhimmel über uns. Morgens werden wir von dem Geschrei eines Esels geweckt.