Theo ist ein Vorbild


aber irgendwann reicht’s

Wer versteht das? Hunde sind auf dem Uerdinger Markt verboten! Egal, dann gehen wir eben nacheinander, und nicht miteinander. Erst versorgt sich Birgit mit Gemüse und Eiern und ich warte mit Theo auf sie. Danach umgekehrt.

Theo wartet gelassen mit Birgit Foto: © Susanne Böhling
Theo wartet gelassen mit Birgit Foto: © Susanne Böhling

In der Fugängerzone bleibt Theo cool

Anschließend gehen wir gemeinsam Kaffee trinken. Erst suchen wir uns einen der Tische im Außenbereich, der Uerdinger Fußgängerzone, stellen unsere Einkäufe auf die Stühle und machen Theo an einem fest, dann gehen wir gemeinsam ins Lokal, um Kuchen auszusuchen und alles an den Tisch zu tragen. Theo wartet derweil völlig gelassen, wobei ich schon beobachte, ob besondere Herausforderungen in Form von anderen Hunden nahen. Doch die bleiben aus. Als wir es uns am Tisch gemütlich gemacht haben, legt sich Theo mit dem Bauch auf den Asphalt und lässt Kinder, Hunde und Lieferwagen an sich vorüberziehen ohne auch nur einmal den Kopf zu drehen. Wieder bin ich beeindruckt. Auch zurück geht es mit dem Zug. In der Wartezeit macht sich Theo auf dem Bahnsteig breit.

In der Fußgängerzone bleibt Theo cool © Susanne Böhling
In der Fußgängerzone bleibt Theo cool © Susanne Böhling

Theo verordnet uns eine Ruhepause

Nachmittags verordne ich uns einen Spaziergang. Mit der U74 der Rheinbahn fahren wir nach Fischeln und laufen durch den parkähnlichen Grünstreifen an der Strecke entlang wieder zurück. Plötzlich steuert Theo einen Baum an, legt sich den Schatten lässt die Zunge weit raushängen und lässt sich nicht vom Fleck bewegen. Ich muss schmunzeln. Um ihm ausreichend Bewegung zu bieten, waren wir Freitag mehr als elf Kilometer gelaufen, heute am Samstag waren es auch schon mehr als sechs. Dazu die vielen Stufen. War wohl doch etwas viel. Mit Geld (Leckerli) und guten Worte locke ich ihn zu der zwei Meter entfernten Bank, dann kann ich auch Pause machen. Theo kratzt noch die Erde unter der Bank auf, dann ist sie feucht und der Kühleffekt größer. Ich gebe ihm von dem Wasser, das ich für ihn dabeihabe. Wir ruhen uns eine halbe Stunde lang aus. Und gehen dann gemütlich nach Hause.

Jetzt reicht's. Theo verordnet uns eine Pause. © Susanne Böhling
Jetzt reicht’s. Theo verordnet uns eine Pause. © Susanne Böhling

Kaum schließe ich die Haustür auf, legt sich Theo auf die kühlen Fliesen und ignoriert die Stufen. 72 führen uns zur Wohnung. Gestern noch ist er fröhlich hinunter und hinauf getrabt. „Der hat Muskelkater“, denke ich mir und nehme ihn auf den Arm.

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