3. Tag: auf zur Kaltenberghütte

Am Dienstag erwandern wir den Panoramawanderweg von Stuben über den Stubensee zur Kaltenberghütte.

Karte

von Rolf Nitsche

Vom Parkplatz in Stuben auf ca. 1400 Metern dem Talweg folgend, an einem neu angelegten Naturkneipteich vorbei, geht es steil den Berg hinauf. In vielen Serpentinen folgen wir dem schmalen Weg (im Schatten liegend), durch eine reiche Fauna bis sich der luftige Wald in Latschenkiefer wandelt und der wunderschön gelegene Stubensee erreicht wird.

Eine kurze Pause vor atemberaubender Kulisse und schon geht es weiter, etwas weniger steil, aber immer noch gut fordernd – über viele kleine Bergbäche, dann eine steilere Gerade und das Ziel ist zu sehen.

Bis zur Kaltenberghütte haben wir noch eine viertel Stunde vor uns und werden vom freundlichen Hüttenwirt auf knapp 2100 Metern mit zwei kühlen Bieren belohnt.

Nach einer verdienten Pause führt uns ein Höhenweg Richtung Skigebiet (Arlberg), wo die Wolken aus dem Tal heraufzogen und eine gespenstige Atmosphäre erzeugten. Honey spielte immer wieder im Wasser, die Fauna wurde zudem desöfteren im Bild festgehalten und auch ein Frosch zeigte sich uns.

Vom Sessellift der Albonabahn ging es in vielen Serpentinen wieder runter zum Ausgangspunkt. Eine wirklich abwechslungsreiche und auch anstrengende Tour geht nach knapp 6 Stunden zu Ende und die zurückgelegten 718 Höhenmeter haben Ihre Spuren hinterlassen, aber überglücklich kehren wir zum Quartier zurück.

Von Susanne Böhling

Was man nicht sieht

Das Rauschen von Gebirgsbächen und die Kuhglocken an einer grasenden Herde sind Geräusche, die für mich gleichbedeutend sind mit Frieden und Entspannung, mit tief Durchatmen und bei mir ankommen. Heute kam etwas neues hinzu. Kurz vor unserer Ankunft am Ziel, bei Rolfs Auto, das in Stuben stehen geblieben war, hörten wir einen seltsamen Pfiff. “Ein Murmeltier!” sagte Rolf – das ich bislang noch nie vernommen hatte.

Lärm vom Helikopter

Was man ebenfalls nicht sieht und auch kaum auf den Fotos einfangen kann: Ein Helikopter, der Material von Tal hinauf zu einer Baustelle am gegenüberliegenden Bergmassiv bringt. “Sie bauen einen Lift”, sagt der Wirt der Kaltenberghütte. Die Rotation seiner Flügel ist andauernd zu hören. “Die machen keine Pause”, sagt er weiter. Wenn das Geräusch verstummt, “dann nur weil sie tanken müssen.” Ehrlich. Da war es selbst zu der Zeit, als die Feuerwehr noch in ihrem alten Domizil war, bei mir auf der Florastraße ruhiger.

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