Blog

Inzwischen ist das Ziel klar: Ich schreibe über Freuden. Nur sie scheinen mir der Beachtung und längerer Beschäftigung wert.

Ein Statement von Susanne Böhling

Dankbar für vielfältige Freuden

Ich freu mich über vieles: Essen und Trinken, das ist schon mal klar. Aber auch Kultur und Natur. Vielleicht auch über das fremde Kind, dem ich im Supermarkt zulächle und das zurück lächelt. Das alles macht mein Leben reicher. Schreibend kann ich diesen Reichtum teilen, ohne dabei ärmer zu werden.

Kreative Freude

Wenn ich über diese Freuden schreibe – und für den Blog die passenden Fotos heraussuche, bereitet mir das eine weitere Freude, besonders das Schreiben. Wenn ich die Worte und Laute so lange bearbeite bis sie sich an den Inhalt schmiegen. Besonders mag ich es, wenn ich die Dinge humorvoll betrachten kann, wenn ich nicht alles so verkniffen ernst nehmen muss. Inzwischen mache ich auch gerne Fotos, ohne dabei künstlerischen Anspruch zu erheben. Die Fotos sollen zu den Texten passen, sie verdeutlichen, ergänzen, denn ein Bild sagt mehr als 1000 Worte.

Die Philosophie der Freude

Schon die alten Griechen beschäftigten sich im Rahmen der Philosophie mit der Freude. Philosophen (= Menschen, die die Weisheit lieben) hielten es für sinnvoll, in seinem Leben nach Freude zu suchen. Sie werden Hedonisten genannt. Ein Ausdruck, der heute auf Egoisten angewendet wird, die sich nicht um ihre Umwelt oder ihre Mitmenschen scheren. Damit tut man der Freude unrecht und auch den Menschen, die danach streben. Denn nach Freude zu streben ist immerhin wesentlich harmloser, als nach Geld oder Macht zu streben. Sogar den Idealismus stelle ich inzwischen in Frage. Die meisten Idealisten fragen nämlich nicht, ob die Welt überhaupt verbessert werden will und sind in der Wahl ihrer Mittel oft wenig zimperlich. Als Hedonistin hingegen achte sich sogar die Blume, deren Blüte mich erfreut, ich gehe friedfertiger und freundlicher durch die Welt.

Freude schöner Götterfunke

Wir alle kennen die Ode an die Freude von Friedrich Schiller, dem klassischen deutschen Dichter. Vertont hat sie der klassische deutsche Komponist, Ludwig van Beethoven in seiner 9. Sinfovnie. Dieser Satz ist inzwischen die Europa-Hymne.

Freude, schöner Götterfunken,

Tochter aus Elysium,

Wir betreten feuertrunken,

Himmlische, dein Heiligtum!

Deine Zauber binden wieder,

Was die Mode streng geteilt;

Alle Menschen werden Brüder,

Wo dein sanfter Flügel weilt.

Friedrich Schiller

Ich denke, das genügt um die Hedonisten aller Länder zu rehabilitieren.